„Beste aller Möglichkeiten“: Verkauf der Alten Schmiede an die Diakoniestation e.V.

Erster Tagesordnungspunkt der Gemeindeversammlung am 25. Juli 2013 war der Verkauf der „Alten Schmiede“. Als für beide Seiten „Beste aller Möglichkeiten“ bezeichneten Harald Zuske, Vorsitzender der Diakoniestation Eggenstein-Leopoldshafen e.V. und Pfr. Lang den sich abzeichnenden Verkauf der „Alten Schmiede“ an die Diakoniestation. Da die Diakoniestation erfreulicherweise eine sehr gute Arbeit leiste und im Laufe der Jahre gewachsen sei, sei zugleich der Raumbedarf für Schwestern und Pfleger sowie für die Verwaltung deutlich gestiegen, wie Harald Zuske berichtete. Von Seiten der Diakoniestation waren auch andere Standorte geprüft worden.

Am Ende sprachen alle Gründe dafür, an den Kirchengemeinderat eine förmliche Anfrage nach einem Erwerb des Gebäudes zu stellen. Nach intensiven Beratungen in der Mitgliederversammlung der Diakoniestation und im Kirchengemeinderat Eggenstein, auch mit Fachleuten aus dem Evang. Oberkirchenrat, sowie einem möglichen Plan zum behutsamen Umbau der Alten Schmiede für die neue Nutzung (vorgelegt von Gerold Köhler) sind beide Seiten, der Evang. Kirchengemeinderat Eggenstein als Verkäufer, sowie die Diakoniestation Eggenstein-Leopoldshafen e.V. als Käufer nun in der Lage, diese anstehende Veränderung anzugehen.

Im Verlauf der Gemeindeversammlung berichteten Harald  Zuske von Seiten der Diakoniestation und Gerold Köhler als beauftragter Planer mit einigen Folien von den architektonischen Veränderungen. Pläne und Außenansichten der Alten Schmiede nach dem geplanten Umbau wurden gezeigt. Aus der Mitte der Gemeindeversammlung wurden viele konkrete Fragen gestellt und Ideen eingebracht, die – so Harald Zuske – soweit möglich und finanzierbar berücksichtig werden. Grundsätzlich wird auch weiterhin die Evang. Kirchengemeinde einen barrierefreien Gruppenraum nutzen können, der über den Pfarrhof zugänglich sein wird. So gewinnen beide Seiten durch die angestrebte Lösung.

Der Vorsitzende der Diakoniestation e.V., Harald Zuske, wies auf entsprechende Anfrage wiederholt darauf hin, dass die Mitgliederversammlung der Diakoniestation e.V. ausschließlich aus jeweils fünf Vertretern der beiden Kirchengemeinden Eggenstein und Leopoldshafen besteht. So komme sowohl strukturell als auch in der räumlichen Nähe der „Tochter“ (Diakoniestation e.V.) zur „Mutter“ (Kirchengemeinde) die enge Verbindung von Gemeinde und Diakonie auch künftig sehr deutlich zum Ausdruck.

Pfarrer Lang stellte in diesem Zusammenhang noch einmal heraus, inwiefern beide Seiten durch die Maßnahme einen Gewinn haben (sog. Gewinn-Gewinn-Lösung): Das „Erbe“ derer, die die Alte Schmiede mit aufgebaut haben, fließe so nun teilweise zurück an die Kirchengemeinde. Der Kaufpreis wird bei ca. 402.000 Euro liegen entsprechend dem Wert eines externen Gutachtens. Zugleich wird durch die auch in Zukunft mögliche Nutzung der „Alten Schmiede“ durch die Diakoniestation die diakonische Arbeit in Eggenstein und Leopoldshafen im Sinne der ursprünglichen Nutzung weitergeführt.

In einem zweiten Tagesordnungspunkt berichtete Pfr. Lang über den Stand der Dinge zur Kirchplatzsanierung. Hier kommt es wohl zu einer Verschiebung der Maßnahme, alles Weitere sei im Moment noch offen. Die politische Gemeinde habe mit den Planungen zur Neugestaltung zu jeder Zeit das Gespräch mit der Kirchengemeinde gesucht, betonte Pfr. Lang. Die Wünsche und Verbesserungsvorschläge, die der Kirchengemeinderat aus der Mitte der Kirchengemeinde eingebracht hatte, hätten weitestgehend Berücksichtigung gefunden.

In Sachen Gemeindehaus-Renovierung verwies Gerold Köhler auf eine zurzeit geprüfte Variante, die Fenster nicht komplett zu erneuern, sondern die vorhandenen Alu-Rahmen mit neuen Gläsern zu versehen – eine nach jetzigem Stand der Erkenntnisse sowohl finanziell als auch ökologisch zu begrüßende Variante, auch wenn das vorhandene Energiegutachten einen Komplettaustausch vorsah. Diese neue Variante müsse nun wiederum mit dem Evang. Oberkirchenrat abgestimmt werden, dessen Zusage zur Mitfinanzierung ja gegeben ist. Vermutlich wird der Beginn der Maßnahme erst im Frühjahr 2014 möglich sein.

Unter dem dritten und letzten Punkt „Verschiedenes“ berichtete Pfr. Lang zum einen von einer gerade erstellten „Selbstdarstellung“ der Evang. Kirchengemeinde, die auf einer Stellwand präsentiert wurde. Das von Markus Delay entworfene Poster dient u.a. der Präsentation unserer Kirchengemeinde bei einem Besuch des Landesbischofs im September 2013 im Rahmen der Visitation der drei Bezirke Karlsruhe-Land, Alb-Pfinz und Bretten, aus denen ab 01.01.2014 zwei neue Kirchenbezirke mit veränderten Grenzen entstehen werden. Neben den Hardt-Gemeinden zwischen Neureut und Dettenheim gehören dann die Gemeinden des Kirchenbezirks Alb-Pfinz von Ettlingen bis nach Waldbronn und Rheinstetten zum neuen Bezirk.

Weiter berichtete Pfr. Lang von der Idee, etwa einmal im Monat den Gottesdienst durch die Konfirmandengruppe mitgestalten zu lassen – mit neuen Liedern und Elementen aus dem Konfi-Kurs.

Fr. Kutter, die Gemeindediakonin, wird nach ihrer Auszeit ab 12. August wieder im Dienst sein.

Für die Wahlen zum Kirchengemeinderat stehen nun dankenswerter Weise zehn Kandidatinnen und Kandidaten zur Verfügung, was sehr erfreulich ist – gerne werden weitere Vorschläge vom Wahlausschuss entgegen genommen. 

Pfr. Lang dankte in Vertretung für den verhinderten Vorsitzenden der Gemeindeversammlung, Rudi Sauer, allen Anwesenden angesichts der hohen Temperaturen für ihr Erscheinen, für das ausgesprochene Vertrauen in die Arbeit des Kirchengemeinderats und für die konstruktiven Diskussionsbeiträge. Er beschloss die Gemeindeversammlung mit Gebet und Segen.

(Protokoll: Sigrun Heger)