Bei der Gemeindebeiratssitzung am 18. Oktober sowie bei der Gemeindeversammlung am 21. Oktober berichteten die Mitglieder des Kirchengemeinderats von den Schwerpunkten der Arbeit im zurückliegenden Jahr. Mit dem biblischen Wort "Prüfet alles und das Gute behaltet" wurden sowohl die Versammlung aller leitenden Mitarbeitenden (Gemeindebeirat) als auch die Gemeindeversammlung eröffnet.

Neben den inhaltlichen und organisatorischen Fragen ging es in den zurückliegenden Monaten vor allem um unsere Gebäude. Nach Beratungen mit Baufachleuten und Erstellen eines "Energetischen Gutachtens" durch Frank Ost von der Energieagentur ENFO wurde deutlich, dass die Sanierung des Gemeindehauses dringend angegangen werden muss, zudem auch der Kirchplatz 2014 durch die Gemeinde saniert wird. Die Kosten für die Gemeindehaus-Sanierung werden z.Zt. auf ca. 280.000 Euro geschätzt. Es wurde angeregt, die Errichtung einer Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach des Gemeindehauses prüfen zu lassen.

Im Zuge dieser Überlegungen kam es auch zu einer Neubewertung der Alten Schmiede. Dabei wurde die Idee vorgestellt, die Alte Schmiede vollständig der Diakoniestation e.V. zu überlassen, da diese mehr Platz braucht. Zugleich würde dann an Stelle der drei Garagen (Kirchenstr. 16) ein neues funktionales Gebäude mit Gruppenraum geschaffen werden, um so einen Ersatz für den Gruppenraum im Erdgeschoß der Alten Schmiede zu haben. Um dies realisieren zu können, braucht es aber weiterhin eine Einigung mit der Evang. Stiftung Pflege Schönau (www.esp-schoenau.de), die bisher Eigentümerin des Pfarrhausgrundstücks ist, auf dem sich die drei Garagen befinden. Die ESP möchte gerne ihre "Pfarrhausbauplatzgestellungspflicht" an die Kirchengemeinde abgeben, will aber im Gegenzug für das recht große Anwesen Kirchenstr. 16 einen finanziellen Ausgleich.

Dem Kirchengemeinderat war und ist klar, dass mit dem Thema "Alte Schmiede" viele Emotionen verbunden sind, da viele Menschen unserer Gemeinde hier "ihr Herzblut" hineingegeben haben. Danke an alle, die sich hier weit über das Übliche engagiert haben. Eine Überlassung der Alten Schmiede an die Diakoniestation e.V. wäre u.E. aber kein einfacher "Verkauf", sondern vielmehr ein organischer Übergang an eine würdige Nachfolgerin, die "Tochter" der Evang. Kirchengemeinde, die weiterhin wie auch die Kirchengemeinde Leopoldshafen den Vorstand der Diakoniestation bildet.

Nach Prüfen aller Alternativen und nach Beratung mit dem Evang. Oberkirchenrat und Baufachleuten sowie unserem beratenden Architekt, Gerold Köhler, bittet der Kirchengemeinderat die Mitglieder des Gemeindeberats und die Anwesenden der Gemeindeversammlung um ihr Vertrauen, die nun vorgeschlagene Lösung weiter aktiv verfolgen zu können.