Reformation und die Eine Welt: Blickpunkt Burundi. Ökum. Friedensgebet in der Evang. Kirche Eggenstein am 31. Oktober 2015

Am Reformationstag, dem 31. Oktober 2015, haben wir um 18 Uhr ein Ökumenisches Friedensgebet in der Evang. Kirche gefeiert. Einige Minuten vor dem Glockengeläut luden bereits burundische Trommeln auf dem Kirchplatz dazu ein, und so kamen viele und beteten mit uns für den Frieden in der Welt. Nach den Infos von Pater Déogratias aus Burundi wurde die Bitte um Frieden in der Welt ganz konkret: Mit Kerzen und kurzen Fürbitten füllte sich der Kirchenraum nach und nach mit dem Licht und der Hoffnung auf Frieden - besonders im so gebeutelten Burundi, aber auch im Blick auf die anderen Krisenherde wie Israel/Palästina, Syrien, Irak oder auch Afghanistan. 

In der Stille, mit unseren Gesängen und mit den vielen Kerzen haben wir unsere Hoffnung auf Frieden zum Ausdruck gebracht. Die Bibelworte aus der Bergpredigt wurden in vier Sprachen (dt., frz., engl. und Kirundi) gelesen: „Selig sind, die Frieden stiften, denn sie werden Gottes Kinder heißen.“ Nach dem Friedensgebet gab es dann nochmals Musik, Trommeln und Tanz auf dem Kirchplatz, und bei heißem Tee und Gebäck kam so mancher Brückenschlag zustande, auch zu weiteren Gästen: Flüchtlinge, seit einigen Wochen erst in Eggenstein, die - teilweise sogar mit ihren Paten von der Flüchtlingshilfe Eggenstein-Leopoldshafen - zum Friedensgebet gekommen waren. Wie schön, dass wir miteinander für den Frieden beten konnten, übrigens zeitgleich mit den Geschwistern in Burundi, wie Pater Déo auf beeindruckende Weise berichtete.
Die EKD-Reformationsdekade läuft seit 2007 und steuert auf den 31. Oktober 2017 zu: 500 Jahre Reformation. Das kommende Jahr 2016 steht unter dem Motto: „Reformation und die Eine Welt.“ Die evangelische Kirche setzt sich im Kontext der Ökumene für Bildung, Chancengleichheit, Gerechtigkeit und Frieden sowie für die Bewahrung der Schöpfung ein.