Mit dem „Fliegenden Drachen“ zu Hollands Nordseeinseln...

Wenn 20 Jugendliche aus Eggenstein und Wössingen mit ihrem Betreuer-Team an einem Strang ziehen, dann muss es sich um die Holland-Segelfreizeit 2014 handeln! Denn nur gemeinsam schafft man (und frau) es, den Klipper „Vliegende Draek“ zum Fliegen zu bringen… Und genau das haben wir vier Tage lang auf dem Wattenmeer getan.

Nach staureicher Anfahrt bei Regen starteten wir am Feiertag Christi Himmelfahrt nach erfolgter Einweisung durch Matrose Lars vom Heimathafen Harlingen aus in Richtung Terschelling, unserem ersten Tagesziel. Zusammen mit Skipper Jarno, dem Bootseigner, waren wir uns schnell einig, dass wir nicht auf dem Ijsselmeer, sondern gleich „auf hohe See“ auslaufen wollen. Bei kräftigem Gegenwind kreuzten wir mit einigen heftigen Aktionen vier Stunden lang bei Sonne, Wind und Wolken – um dann am Abend friedlich auf der holländischen Insel „festzumachen“. Am Freitag ging es von dort aus weiter nach Vlieland, der kleinen und sehr natürlichen Nachbarinsel, wo wir nach sonniger und ruhiger Segeltour einen wunderbaren Strandnachmittag in praller Sonne hatten – der Strand von Vlieland wird auch die „Sahara des Nordens“ genannt. Am Samstag ging es dann von Vlieland zurück Richtung Festland, wo wir durch Schleusen und Kanäle am späten Nachmittag in der kleinen Stadt Franeken anlegen konnten. Am Sonntag fuhr der „Fliegende Drache“, unter Segel einer der schnellsten Zweimaster im holländischen Wattenmeer, dann gemütlich mit Motorkraft zurück zum Heimathafen Harlingen, von wo aus wir leider schon wieder die Rückreise antreten mussten… Am Ende hatten wir vier Tage tolle Gemeinschaft, klasse Segelwetter, Sonne satt, viele ausgedehnte Spieleabende, schöne Häfen mit Sonnenbädern an Deck oder am Strand, und an Bord eigentlich immer gute Stimmung! Bei den Morgen- und Abendandachten begleitet hat uns die Idee der „Meckerfreien Zone“ – vermutlich hat auch das zum guten Miteinander beigetragen, dass keiner über Abwesende schlecht redet, eher lobt statt jammert, eher ermutigt statt zuerst kritisiert. Mehr zu dieser interessanten Mitmach-Aktion unter: www.meckerfreie-zone.de. Kompliment an die ganze Gruppe und das Team der Mitarbeiter: alle haben an einem Strang gezogen und gemeinsam Segel gesetzt. Und, nein, den Gassenhauer „Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt“ haben wir nicht gesungen. Dafür hat uns ein Nachbarschiff mit dem Lied „Da berühren sich Himmel und Erde“ beglückt und auch sonst waren wir dem weiten offenen Himmel ganz nah. Vermutlich sagen die Bilder aber mehr als tausend Worte…